Edelmetalle in Münzen- und Barrenform

Edle Metalle, allem voran Gold stehen nicht zuletzt wegen den bleibenden Sorgen um die Stabilität der Eurozone hoch im Kurs. Viele Menschen legen ihr Geld daher in vermeintlich sichere Edelmetallen an. Für Sammler sind dabei besonder Anlagemünzen interessant, die es für gewöhnlich in Gold und Silber, seltener auch aus Palladium oder Platin gibt.

Diejenigen die Bullionmünzen als Krisenreserve nutzen möchte, sollte sich vor allem für die Ausgaben mit hohem Wiedererkennungswert entscheiden. Dazu gehören vor allem die Anlagemünzen, die ein immer gleichbleibendes Motiv besitzen. Im Goldbereich ist da vor allem der Krügerrand und Maple Leaf, bei den Silbermünzen neben dem Maple Leaf, auch der American Eagle und Wiener Philharmoniker zu nennen.

Palladiummünzen sind selten, was nicht zuletzt am hohen industriellen Bedarf an diesem Edelmetall liegt. Die Auflage solcher Münzen ist oft sher gering, was sie vermehrt eher zu einem Spekulationsobjekt, als zu einer sicheren Wertanlage macht. Der Großteil solcher Palladiummünzen stammt aus Russland oder China und ist hierzulande nicht sehr weit verbreitet.

Im Gegensatz zu Goldbarren können Bullionmünzen Sammlerpreise erzielen. Desweiteren gilt, auch wenn nur für Goldmünzen, eine Umsatzsteuerbefreiung. Die Bedingungen hierfür sind, dass die Münzen gesetzliches Zahlungsmittel im jeweiligen Herkunftsland sind/waren, einen Reinheitsgehalt von mindestens 90% aufweisen und nach 1800 geprägt worden.

In Deutschland etwa waren 5-DM-Münzen aus reinem Silber beliebte Bullionmünzen, die zu verschiedenen Ereignissen, etwa großen Sportveranstaltungen oder Geburtstagen großer Politiker herausgegeben wurden. Da eine Nennwertangabe auf der Münze eingeprägt ist, gilt sie faktisch als offizielles Zahlungsmittel, was die Münze wertbeständiger macht als ein reines Sammlerobjekt, das seinen Wert etwa bei einer Beschädigung verlieren kann.